Auswahl eines neuen Kommunalfahrzeuges. Was gibt es zu bedenken?

|

Unimog U 430 ASFINAG Tirol 3Wie so oft liegen bei einem solch umfangreichen Thema die Tücken im Detail: Die Anforderungen an ein Kommunalfahrzeug sind mannigfaltig. Wichtige Punkte bei einer Neubeschaffung sind:

 

  1. der Zwang möglichst günstig aber auch wirtschaftlich zu kaufen um das Budget zu schonen und auch die Betriebskosten möglichst gering zu halten;
  2. die Betrachtung aller Aufgaben die mit dieser Investition Heute und in Zukunft zu erledigen sind;
  3. die Bedürfnisse der Bauhofmitarbeiter an Ergonomie, Sicherheit, Praxistauglichkeit etc.;
  4. einsatzspezifische Aspekte und
  5. rechtliche Aspekte.

 

Zu 1. Budget und Wirtschaftlichkeit:

Fakt ist, dass der Kaufpreis eines Kommunalfahrzeuges nur maximal 40% der Lebenszykluskosten eines Fahrzeuges ausmachen. Das bedeutet für Sie, mehr Augenmerk auf die Betriebskosten als auf den reinen Kaufpreis zu legen. Informationen über Dieselverbrauch, Wartungsintervalle, Wartungskosten, Steuern und Versicherung, Reifen und Schneekettenpreise sowie Lebensdauer und Restwert des Fahrzeuges sind viel wichtigere Aspekte als der reine Anschaffungspreis.

 

Zu 2. Aufgaben:

Winterdienst, Reinigen, Mähen, Blumengießen, Wildkrautbekämpfung, Transporte, u.v.m, sind wichtige Aufgaben im kommunalen Ganzjahreseinsatz, heute und in Zukunft. Diese müssen wirtschaftlich, universell und schnellwechselbar mit dem neuen Fahrzeug erledigt werden können! Das Streckennetz und der Aufwand zur Pflege der öffentlichen Anlagen sowie der Anspruch der Bürger werden in jeder Gemeinde Österreichs immer größer. Deshalb liegt hier die größte Herausforderung das richtige Fahrzeug auszuwählen.

 

Zu 3. Ergonomie und Sicherheit:

Übersichtlichkeit, sicheres Fahrverhalten, unkomplizierte Bedienung, Wintertauglichkeit, kompakte Abmessungen, einfaches Auflegen von Schneeketten, schneller Wechsel und gleichzeitiger Nutzen der Anbaugeräte fördern die Sicherheit, die Gesundheit, die Motivation und die Leistungsfähigkeit Ihrer Bauhofmitarbeiter! Deshalb müssen diese im Zuge einer Beschaffung mit einbezogen werden.

 

4.: Einsatzspezifische Aspekte:

Dabei ist zu beachten, ob man mit einem Winterdienstfahrzeug gleichzeitig räumen und streuen kann und wie oft pro Umlauf auf dem Bauhof Streugut nachgeladen werden muss. Die Reichweite und der universelle Nutzen des Mähgerätes, die Kapazität bei Transportaufgaben u.v.m. sind die zu betrachtenden Eckdaten. Die Schlagkraft erhöhen, die Straßen schneller wieder sicher befahrbar machen und vielleicht auch noch einen externen Dienstleister einsparen - das macht schnell einen Unterschied von vielen Tausend Euro pro Jahr!

 

Zu 5.: Rechtliche Aspekte:
Haftung: Sowohl der Lenker als auch der Einsatzleiter und dessen Vorgesetzte haften laut gültiger Rechtsprechung dafür, wenn einem Mitarbeiter ein Fahrzeug zur Erledigung seiner Aufgaben an die Hand gegeben wird, welches nicht den rechtlichen Bedingungen entspricht und ein Unfall passiert. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf die Gewichte des Fahrzeuges zu achten: Kommunaltraktoren (90-120PS) haben meist ein zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von ca. 7,5 Tonnen (t). Das bedeutet bei einem Eigengewicht von ca. 5,3t, dass die Verbleibende Gesamt Nutzlast (NL) rund 2,2t beträgt. Der Splittstreuer im Heck angebaut hat 0,5t Eigengewicht und 1,2 m³ Splittbefüllung wiegen 1,8t. In Summe benötigt man nur für den vollen Streuer eine Nutzlast von 2,3t – also mehr als der Traktor dieser Klasse als Gesamtnutzlast zu bieten hat.


Wenn man dann auch noch den Schneepflug an der Frontanbauplatte mit mind. 0,7 t hinzurechnet ist das Fahrzeug in dieser Konfiguration um 0,8t. (mehr als 10%!) überladen. Noch schlechter wird e,s wenn man den Schneepflug vorne weg lässt oder zur Schneeräumung absenkt. Dann wird die zulässige Hinterachslast auf Grund des fehlenden Frontballastes überschritten. Das macht den Traktor speziell bei winterlichen Fahrverhältnissen unlenkbar! Bedenken Sie jedoch auch, dass der Winterdienst der Erste ist, der die Straßen befährt.

 

Übersicht: Es ist gängige Rechtsprechung, dass man eine einweisende Person oder technische Hilfsmittel (z.B. Kameras) benötigt, wenn man mit einem Fahrzeug an unübersichtlichen Stellen in den Querverkehr einfährt. Dies gilt beim Rückwärtsfahren genauso wie vorwärts. Auf Grund seiner Konstruktion mit der langen Motorhaube und in Verbindung mit dem Schneepflug ergibt sich beim Traktor sehr schnell ein Vorbaumass (Abstand zwischen Augen des Lenkers und vorderes Ende der Traktor- Schneepflug-Kombination von bis zu 5 Meter. Dies bedeutet in der Praxis, dass der Lenker des Traktors erst in eine unübersichtliche Kreuzung einsieht, wenn sein Gefährt bereits 5m (!) in den Querverkehr ragt. Vergleichbar mit der Übersichtlichkeit eines Reisebusses aus der dritten Reihe! Übrigens gibt es bis dato kein Frontkamerasystem, welches auch im Einsatz mit dem Schneepflug immer eine saubere Linse gewährleistet.

 

Führerschein: Sollten auf Ihrem Bauhof nur Mitarbeiter mit dem Traktorführerschein (F) angestellt sein, so ist das oft der einzige Grund sich auch für einen Traktor zu entscheiden. Aber auch den Unimog können wir mit 50km/h typisieren und auch dann darf er ebenfalls mit dem Traktorführerschein (F) gelenkt werden. Dann verliert man beim Unimog aber die Vorteile einer schnelllaufenden Zugmaschine mit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit.

 

Wir von Pappas Auto, Ihre Kommunalfahrzeugspezialisten mit dem UNIMOG, erheben im Zuge einer Bedarfsanlayse all ihre Vorgaben und Wünsche. Anhand ihrer Streustrecken und all Ihrer anderen Bedingungen unterbreiten wir Ihnen ein technisch einwandfreies und wirtschaftlich höchst interessantes Angebot. Gerne erstellen wir Ihnen auch Gewichtsbilanzen für Ihr neues Fahrzeug, sowie Betriebskostenmodelle und Streumittelvergleiche.
Es ist für uns selbstverständlich und wichtig, Ihnen, Ihren politischen Gremien und den Bauhofmitarbeitern das angebotene Modell inkl. Gerätekombinationen im Zuge einer Vorführung vor Ort zu präsentieren. Viele Gemeinden in ganz Österreich zählen seit über 60 Jahren auf unsere Kompetenz und unser Produkt, den Unimog von Mercedes-Benz.

 

Wir können Ihnen den Unimog mit seinen Anbaugeräten – für Sie vergaberechtssicher – auch über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) anbieten.

Außerdem gibt es für Neukunden derzeit sehr günstige Leasingvarianten mit monatlichen Raten unter EUR 1.000,00 inkl. MwSt!

 

Weitere Informationen von Andreas Hosinger und den Kommunalprofis der Pappas Gruppe erhalten Sie unter:
www.pappas.at/nutzfahrzeuge/spezial
Tel.: 0800 727 727
Mail an: info(at)pappas.at

 

Text: Andreas Hosinger

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Copyright © 2013 Team EuroKommunal