Eisenstadt: Neue Line für den Stadtbus

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Halbjahresbilanz Stadtbus In den ersten sechs Monaten nützen ihn rund 125.00 Fahrgäste, nun soll der Stadtbus sogar noch eine weitere Linie bekommen. Im August 2017 wird die Stadt auch erste Haltestellen mit Echtzeitanzeigen ausstatten. Damit erfahren die Fahrgäste minutengenau, wann der nächste Bus kommt.

 

Georg, Martin und Vitus heißen die drei Linien, die seit 12. Dezember 2016 täglich rund 1.000 Fahrgäste in Eisenstadt befördern. Momentan wird an einer vierten Linie gearbeitet, die zum Fahrplanwechsel 2018/19 in Betrieb gehen soll.
„Diese wird gegenläufig geführt und einerseits große Überschneidungen mit der Linie Vitus aber andererseits auch einige ‚weiße Flecken' auf der Karte abdecken", erläutert der Bürgermeister der Landeshauptstadt des Burgenlandes, Thomas Steiner. Derzeit ist geplant, die neue Linie mit 30 Haltestellen auszustatten, wobei 20 bestehende genutzt und weitere zehn neue errichtet werden. „Die Gegenläufigkeit ist ein vielfach geäußerter Wunsch der zweiten Evaluierungswelle und mit dieser vierten Linie kommen wir diesem Wunsch nach. Zurzeit sind wir hier in der Planungsphase, was die genaue Route bzw. die Haltestellen betrifft, so Bürgermeister Steiner.

 

Ergebnisse der ersten Evaluierung umgesetzt
Seit Bestehen des Stadtbusnetzes wurde der Betrieb bereits zwei Mal evaluiert. Die Ergebnisse der ersten Runde flossen bereits in die Fahrplanänderung im Frühjahr 2017 ein – so sind die Busse auf vielfachen Kundenwunsch nun auch Samstags von 9 bis 15 Uhr unterwegs. Auch der Fahrplan wurde besser auf die Pläne der überregionalen Busse und der ÖBB abgestimmt. Schließlich wurde auch die Zahl der Haltestellen auf 60 erhöht.

 

Auf der Linie Martin wurde vor dem Hochhaus eine neue Haltestelle mit dem Namen „Bahnstraße 14" eingerichtet. „Die Evaluierung zeigte, dass wirklich alle Haltestellen genutzt werden. Die Einführung einer weiteren Haltestelle geschah auf vielfachen Wunsch der Wohnbevölkerung in der Bahnstraße und stellte auf Grund des guten Zeitpolsters der Linie Martin auch kein Problem dar", so Bürgermeister Thomas Steiner.

 

„Die kleinen Adaptierungen zum 1. April haben bewirkt, dass der Fahrplan nunmehr wesentlich stabiler ist und kaum mehr Verspätungen auftreten. Die wenigen Verspätungen zu den Stoßzeiten können im Wesentlichen durch die Zeitpuffer am Bahnhof wieder aufgeholt werden", erklärt Verkehrsplaner Roman Michalek.

 

Echtzeitanzeigen ab August 2017
Im Juni wurde die zweite Evaluierungsphase abgeschlossen. Für die Stadt erfreulich ist, dass der Stadtbus in Bezug auf Fahrplan und Pünktlichkeit noch besser bewertet wurde als zum Projektstart. Die zweite Befragungsrunde zeigte auch einen hohen Anteil an Alltagsfahrten und viele KundInnen, die mehrmals pro Woche den Bus nützen.

 

Um den Komfort noch weiter zu erhöhen, ist geplant, die Haltestellen mit Echtzeitanzeigen auszustatten. Begonnen wird damit zunächst an zehn Haltestellen, die gut frequentiert und wo die technischen Voraussetzungen bereits gegeben sind.

 

Die Echtzeitanzeigen basieren auf einem E-Paper-System im A3-Format und sollen aus jedem Blickwinkel und bei jeder Sonneneinstrahlung gut lesbar sein und funktionieren folgendermaßen: Ein GPS-Tracker liefert die Daten aus dem Bus an eine Server und dieser gleicht die Echtdaten mit den Plandaten ab und sendet via GMS die Daten an die Echtzeitanzeige. „Es handelt sich um eine multifunktionale Anzeige, wo neben der Echtzeitinformation zu den Fahrten auch tagesaktuelle Informationen, Uhrzeit, Temperatur, Wetterprognose und vieles mehr angezeigt werden können", erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

 

Eine Frage ist noch offen: Wie wird die vierte Buslinie, die Martin, Georg und Vitus ergänzen soll, heißen? Der Bürgermeister klärt auf: „Der Name wurde noch nicht fixiert und wird wieder über ein Bürgerbeteiligungsverfahren gesucht."

 

 

Fotos © Magistrat Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt

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