Sauberer Strom von Wiener Donauinsel

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Donauinsel Ein neues Kleinwasserkraftwerk auf der Donauinsel im Bereich des Wehr 1 versorgt seit Juni 130 Haushalte mit Strom.

 

 

Durch den Aufstau der Donau beim Kraftwerk Freudenau ergibt sich zwischen Donau und Neuer Donau eine deutliche Differenz der Wasserspiegel. Dieser Höhenunterschied verursacht einen Sickerwasserzustrom aus der Donau in die Neue Donau, der wiederum über die Wehranlagen – bisher ungenutzt – abgeführt wird. Hier hat die Stadt nun eine Wasserkraftschnecke installiert, die diesen Höhenunterschied von vier Metern nutzt, um Strom aus Wasserkraft zu erzeugen.

 

Strom aus der Schnecke
„Mit dem neuen Kleinwasserkraftwerk werden vorhandene Wasserressourcen der Neuen Donau optimal genutzt – die direkt neben der bestehenden Wehranlage 1 eingebaute Wasserkraftschnecke erzeugt umweltfreundlichen Strom für die Millionenstadt", so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke.

 

Seit Juni 2017 ist das neue Kleinwasserkraftwerk, das jährlich 400.000 Kilowattstunden Strom für 130 Haushalte erzeugen soll, in Betrieb. Die Anlage besteht aus einer unterirdischen Wasserzuleitung, einem kleinen Krafthaus mit einer 15m langen Wasserkraftschnecke und einem 60m langen Ableitungstunnel. Sie wurde direkt neben der bestehenden Wehranlage 1 eingebaut.

 

Betreuung durch MA 45
„Optisch ist in diesem Bereich der Donauinsel alles gleich geblieben. Der einzige Unterschied: Wir erzeugen nun aus einem bereits vorhandenen Potenzial sauberen Strom", so Gerald Loew, Leiter der MA 45-Wiener Gewässer. Seine Abteilung ist auch für den technischen Betrieb inklusive Überwachung sowie für Wartungs- und Reparaturarbeiten verantwortlich. Im Falle von Hochwasser wird das Kraftwerk außer Betrieb genommen.

 

Die Wasserkraftanlage wurde in einer Kooperation von Wien Energie und der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) der Stadt Wien errichtet. Es wurde vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), BMVIT sowie ÖMAG gefördert. Die Baukosten beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro.

 

Foto: © Wien Energie/FOTObyHOFER

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