Ausstellerrekord bei der 14. Garten Tech in Wien

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Wien

top Insgesamt 39 Aussteller von Kommunalgeräten, Fahrzeugen und Geräteträgern konnte Josef Thon, Abteilungsleiter der MA 48 am 20. und 21. Mai bei der bereits 14. GartenTech in Wien begrüßen, „das ist neuer Rekord“, meinte er. Die GartenTech ist eine Fachschau für Kommunalgeräte, die auf Initiative der MA 48, in der Stadt Wien zuständig für den Einkauf von technischen Geräten und Fahrzeugen, in Zusammenarbeit mit dem Sportamt (MA 51), den Wiener Stadtgärten (MA 42), den Wiener Bädern (MA 44) und dem Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) veranstaltet wird.

 

Die GartenTech bietet den KundInnen, also in erster Linie den verschiedenen Magistratsabteilungen, aber auch anderen Gemeinden in Österreich, die Möglichkeit, ihre Wünsche im Sinne des Umweltschutzes direkt bei den Herstellern zu deponieren. Somit können ökologische und gleichzeitig auch praktische Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.

 

 

Ökologische Innovationen

„Die Stadt Wien legt größten Wert auf den Einsatz von umweltfreundlichen Geräten, der ökologische Aspekt ist uns sowohl bei der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb ein zentrales Anliegen", so Josef Thon, Abteilungsleiter der MA 48.

 

 

Wir möchten natürlich immer ökologischer werden, wir haben auch schon jetzt Fahrzeuge im Einsatz, die Emissionsklassen über die gesetzliche Vorgaben hinaus verwenden“, sagt Ulrike Volk, in der MA 48 für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Darüber hinaus möchten wir uns natürlich noch weiterentwickeln, immer einen Schritt voraus sein und so weit wie möglich neue Technologien einsetzen, wo dies sinnvoll erscheint“, so Volk.

 

 

Zu sehen gab es auf der GartenTech so ziemlich alles, was an technischer Ausstattung für Straße, Grünraum und Forst in einer Stadt wie Wien gebraucht wird. Angefangen vom Schneepflug und Streuer bis hin zur Kehrmaschine oder Motorsäge. Der Schwerpunkt lag heuer bei Geräten und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, die auch bei der Stadt Wien schon im Einsatz sind. Ulrike Volk: „Wir haben bei der MA 48 seit einigen Jahren eine elektrische Kehrmaschine und wir haben auch einige Poolfahrzeuge, die gemeinschaftlich genutzt werden, mit Elektroantrieb. Auch der Bummelzug auf der Deponie Rautenweg, der die Besucher rund um die Deponie Rautenweg führt, ist elektrisch angetrieben. Dieser wird mit ökologischem Strom, den die sogenannte „Solarblume“ – eine Photovoltaikanlage, die sich automatisch nach der Sonne ausrichtet – betrieben.“

 

 

Große Wald- und Grünflächen in der Stadt

Für die Betreuung der Grünflächen in Wien setzen die verschieden Magistratsabteilungen wie MA 42, MA 45, MA 48 oder MA 49 Rasentraktoren, Großflächenmäher, Handrasenmäher und Forstgeräte wie Motorsägen und Heckenscheren sowie Muli-Kleinfahrzeuge ein: Allein die MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien verfügt über 8.650 Hektar an Stadtwäldern und rund 2.000 Hektar bewirtschaftete Ackerfläche sowie über 50 ha Rebfläche. Hinzu kommen noch 32.900 Hektar in den Quellschutzgebieten außerhalb Wiens. Die MA 42- Wiener Stadtgärten betreut 850 Parkanlagen mit insgesamt rund 1.900 Hektar Fläche.

 

 

Goldene Mistglocke der MA 48

Eine Auszeichnung wurde ebenfalls vergeben: Direktor Ing. Josef Hahnl von der Firma M-U-T konnte sich über eine der begehrten „48-Glocken“ freuen. „Direktor Hahnl ist ein Freund der MA 48 mit Handschlagqualität“, sagt Abteilungsleiter Josef Thon. „Wir arbeiten seit Jahren sehr gut zusammen. Die Firma M-U-T stattet die MA 48 mit Aufbauten für Müllwägen aus, und wir sind sehr zufrieden damit, denn die Aufbauten haben eine sehr gute Qualität. Direktor Hahnl ist mit 82 Jahren noch immer aktiv im Geschäft und hat sich eine Auszeichnung verdient, deshalb hat der die Glocke bekommen“, so Thon.

 

 

Die Mistglocken sind Nachbauten der Originalglocken mit denen die Wiener Müllabfuhr in den Jahren von 1839 bis 1920 ausgestattet war. Die Müllabfuhr läutete in der Straße mit der Glocke, um die Menschen zu informieren, dass die Müllabfuhr da ist und sie ihren Müll hinausbringen können. Inzwischen haben die Glocken zwar bei ihrem ursprünglichen Zweck ausgedient, sind aber umso begehrtere Auszeichnungen, denn von den Nachbauten gibt es nur 100 Stück.

 

 

Spenden für die gute Sache

Die bei der GartenTech ausstellenden Firmen spenden traditionellerweise für einen guten Zweck. Gemeinsam mit der heurigen Gesamtsumme von 19.500 Euro wurden von den Austellern seit Beginn der GartenTech knapp unter 240.000 Euro gespendet. Umweltstadträtin Sima übergab Kicker-Legende Herbert „Schneckerl" Prohaska, Willi Resetarits und Alfred Dorfer Schecks in der Höhe von je 6.500 Euro für soziale Projekte.

 

 

Alfred Dorfer unterstützt mit dem Geld alleinerziehende Mütter. „Meine Mutter war auch Alleinerzieherin und die Lage für die Mütter ist leider nicht besser geworden“, so Dorfer. Herbert Prohaska verwendet die 6.500 Euro für die Ausbildung eines Blindenhundes für eine schwerstbehinderte Frau, und Willi Resetatits unterstützt damit „sein“ Integrationshaus.

 

 

Interview mit Dipl.-Ing. Josef Thon, Abteilungsleiter der MA 48

EuroKommunal: Welche Schwerpunkte haben Sie denn heuer auf der GartenTech?

Thon: Es freut es mich besonders, dass wir hier wieder einige Hersteller haben, die ökologische Produkte mitgebracht haben. Besonders bei den Treibstoffen achten wir darauf, dass sie relativ umweltfreundlich sind; also elektrisch oder mit Alkylat-Benzin fahren. Das Alkylatbenzin setzen wir im Magistrat ein, weil es weniger Abgase als normales Benzin hat. Und die Kolleginnen und Kollegen, die mit dem Rasenmäher fahren oder mit der Kettensäge arbeiten, sind diesen Abgasen dramatisch ausgesetzt. Seit ein paar Jahren setzt die Stadt hier nur mehr Alkylatbenzin ein. Der Vorteil ist, dass die MitarbeiterInnen weniger belastet sind, aber auf der anderen Seite muss man schauen, dass die Geräte damit betrieben werden können. Besonders bei den Kleingeräten hat sich da viel getan.

 

 

EuroKommunal: Welche Schwerpunkte setzt die MA 48 in den nächsten Monaten?

Thon: Wir werden schauen, wie wir die Bio- und Küchenabfallsammlung verstärken und verbessern können. Jetzt ist die Biogasanlage so umgerüstet worden, dass das Gas nicht mehr zur Wärmeerzeugung verbrannt wird, sondern ins Erdgasnetz eingespeist wird. Das heißt, die Wienerinnen und Wiener können in Zukunft bei der Wienenergie Biogas verlangen, das aus den eigenen Küchenabfällen hergestellt wurde.

 

 

Außerdem wurde im Wiener Landtag der 48er-Tandler beschlossen. Die MA 48 wird neben dem Bazar, den wir bereits im 22. Bezirk haben, einen exklusiven Tandlermarkt eröffnen. Dieser wird im 5. Bezirk sein und voraussichtlich im August 2015 in Betrieb gehen. Es freut mich, dass wir dabei Altwaren, die noch gut erhalten sind, wieder einer Verwertung zuführen können. Jede Wienerin und jeder Wiener kann Sachen, die noch gut sind, auf den Mistplätzen abgeben und diese werden dann entweder direkt wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt – die Gruft, die sich um Obdachlose kümmert, bekommt Winterjacken, das Flüchtlingslager in Traiskirchen Bekleidung, etc. – oder  am Tandlermarkt verkauft. Der Erlös geht ebenfalls an wohltätige Zwecke. Ich finde, das ist eine gute Sache.

 

 

EuroKommunal: Danke für das Gespräch!

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