Wien setzt auf umweltfreundlichen Fuhrpark

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Wien

GT2 Erstklassige Aussteller, Top-Marken und eine große Vielfalt – das alles bot GartenTech, die am 23. April 2016 bereits zum 15. Mal in Wien stattgefunden hat.

Veranstaltet wurde die Fachschau für Kommunalgeräte vor dem Ernst-Happel-Stadion auf Initiative der MA 48, in der Stadt Wien zuständig für den Einkauf von technischen Geräten und Fahrzeugen, in Zusammenarbeit mit dem Sportamt (MA 51), den Wiener Stadtgärten (MA 42) und dem Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49).

 

 

„Die Stadt Wien legt größten Wert auf den Einsatz von umweltfreundlichen Geräten, der ökologische Aspekt ist uns sowohl bei der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb ein zentrales Anliegen", so Umweltstadträtin Ulli Sima im Rahmen der Eröffnung.

 

 

Der Schwerpunkt lag heuer bei Geräten und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Die GartenTech bietet den KundInnen, also u.a. den verschiedenen Magistratsabteilungen, die Möglichkeit, ihre Wünsche im Sinne des Umweltschutzes direkt bei den Herstellern zu deponieren. Somit können ökologische und gleichzeitig auch praktische Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.

 

 

Für die Betreuung der Grünflächen in Wien setzen die verschieden Magistratsabteilungen wie MA 42, MA 45, MA 48 oder MA 49 Rasentraktoren, Großflächenmäher, Handrasenmäher und Forstgeräte wie Motorsägen und Heckenscheren sowie Muli-Kleinfahrzeuge ein: Allein die MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien verfügt über 8.650 Hektar an Stadtwäldern und rund 2.000 Hektar bewirtschaftete Ackerfläche davon 60 ha bewirtschaftete Weingärten. Hinzu kommen noch 32.900 Hektar in den Quellschutzgebieten außerhalb Wiens. Die MA 42- Wiener Stadtgärten betreut 860 Parkanlagen mit insgesamt rund 1.200 Hektar Fläche. Die MA 48 betreut ein Straßennetz von 2.800 km Länge mit Kehrmaschinen und Winterdienstfahrzeugen. Hinzu kommen natürlich viele andere Spezialfahrzeuge und –geräte für die vielfältigen Dienstleistungen: Müllsammelfahrzeuge, Unterflursauger, Radlader, Kranwägen, Waschautos oder Sattelschlepper.

 

 

„Wien ist um die Einwohnerzahl der Stadt Krems gewachsen“, erklärte Josef Thon, Abteilungsleiter der MA 48. „40.000 Menschen zogen in den letzten Jahren nach Wien“, so Thon, der auf die 900 Parks der Stadt verwies, die keine andere Millionenstadt hat und die natürlich gepflegt werden müssen. „Das können wir nur mit diesen guten Geräten machen“, so Thon, der auf das große Angebot auf der GartenTech verwies.

 

 

Aussteller spenden 16.500 Euro für soziale Projekte

Die bei der GartenTech ausstellenden Firmen – heuer insgesamt 33 – spenden traditionellerweise für einen guten Zweck. Gemeinsam mit der heurigen Gesamtsumme von 16.500 Euro wurden von den Austellern bisher knapp unter 256.500 Euro gespendet. Umweltstadträtin Sima übergab Kicker-Legende Herbert „Schneckerl" Prohaska und Willi Resetarits Schecks in der Höhe von je 5.500 Euro für soziale Projekte. Alfred Dorfer konnte seinen Scheck heuer leider nicht persönlich in Empfang nehmen, er wird aber mit der großzügigen Spende der Aussteller alleinerziehende Mütter unterstützen.

 

 

Den Scheck, der Willi Resetarits übergeben wurde, bekommt „sein“ Integrationshaus. „Der Geldbedarf ist hoch“, so Resetarits, „denn wir bieten Intensivbetreuung von Flüchtlingen. Die Leute, die bei uns betreut werden, können in die Schule gehen, lernen fleißig und denken gar nicht daran, irgendwas anzustellen“, erklärte der bekannte Musiker, der sich für die Spende mit den Worten „Danke für die Kohle, weil sie bei uns gut angelegt ist!“, bedankte.

Herbert Prohaska sagte, er komme stellvertretend, um Danke zu sagen. Er unterstützt mit dem Geld einen 20-jährigen Burschen, der einen Unfall hatte, nun querschnittsgelähmt ist und einen elektrischen Rollstuhl braucht.

 

 

„Ich bedanke mich wie jedes Jahr sehr herzlich bei den Ausstellern für ihre großzügigen Spenden – sie kommen mit Sicherheit dort an, wo sie gebraucht werden", so Stadträtin Ulli Sima.

 

 

Thon Interview mit DI Josef Thon, Abteilungsleiter der MA 48

EuroKommunal: Herr Thon, die GartenTech findet heuer schon zum 15. Mal statt. Was ist das Besondere an dieser Veranstaltung?

 

 

Thon: Mir gefällt es, dass wir hier lauter Geräte sehen, die die Stadt Wien auch einsetzt und die wahrscheinlich die besten Geräte sind, die es in Österreich zu kaufen gibt.

 

 

EuKo: Wie sieht es im Fuhrpark der Stadt Wien mit Geräten mit alternativem Antrieb aus?

 

 

Thon: Wir testen einiges aus. Wir haben Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge, aber auch gasbetriebene und Diesel- und Benzinfahrzeuge sowieso. Wir müssen allerdings auf die Effizienz schauen und darauf achten, dass die Fahrzeuge nicht nur alternativ sind, sondern sie müssen auch funktionieren. Das ist für den Kommunalbetrieb ganz wichtig und deshalb kaufen wir auch nur gute Qualität ein.

 

 

EuKo: Und worauf achten Sie beim Einkauf besonders?

 

 

Thon: Wir müssen schauen, dass nicht allzu viel ‚Schicki-Micki‘ drauf ist, sondern nur die Funktionen, die man braucht. Das ist wie bei einem Videorekorder mit Unmengen Tasten: In Wirklichkeit brauchen Sie nur aufnehmen, abspielen, vor- und zurückspulen und vielleicht noch die Pause-Taste. Bei einem Fahrzeug ist es ähnlich. Wenn Sie in ein Auto einsteigen, das hundert Knöpfe hat, werden Sie sich überlegen, ob Sie wirklich alle brauchen. Ich bin eher für einfach, aber dafür sehr robust.

 

 

EuKo: Die Stadt Wien macht jedes Jahr wienweite Putzaktion.

 

 

Thon: Ja, die haben wir auch heuer wieder gemacht mit sehr vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wo sich vor allem Kinder, Jugendliche, aber auch viele Vereine gemeldet haben, um mitzuputzen und Wien ein bisschen sauberer zu machen. Ich bin sehr stolz darauf!

 

 

EuKo: Hat sich in den letzten Jahren etwas getan in puncto Sauberkeit; kann man feststellen, dass sich die Moral verbessert hat?

 

 

Thon: Eindeutig verbessert hat sich die Situation beim Hundekot! War vor 10 Jahren in allen Umfragen das Hauptproblem der Hundekot, so es jetzt überall nach hinten gerückt. Es ist leider immer noch nicht so, dass es keinen Hundekot auf den Straßen mehr gibt, aber zumindest muss man ihn jetzt suchen und früher musste man sich einen Weg dazwischen suchen! Ganz dramatisch verbessert hat sich auch die Situation beim Sperrmüll und bei den Einkaufswagerl; das ist vor allem ein Problem in Wien. Die Zigarettenstummel gehen auch zurück, wir sammeln Millionen Zigarettenstummel in den Ascherohren, die wir überall aufgestellt haben – und die Leute verwenden das auch. Wien ist sauber!

 

 

EuKo: Sie haben bei der Eröffnung die Sammlung für Bedürftige und den Tandlermarkt angesprochen, können Sie das Projekt näher erklären?

 

 

Thon: Wir sammeln auf den Wiener Mistplätzen in einer eigenen Tandler-Box Dinge, die noch brauchbar sind. Die Box ist ein großer Container, in den die Wiener Bevölkerung alle möglichen Sachen legen können, die noch gut sind und funktionieren; also Textilien, Bücher, Geschirr, Elektronikgeräte. Wir schauen, ob die Sachen noch in Ordnung sind, und dann unterstützen wir karitative Projekte damit – etwa die Gruft mit Winterkleidung oder Schlafsäcken, wir unterstützen Flüchtlinge, wir unterstützen Traiskirchen und wir unterstützen Hilfsbedürftige in Wien natürlich genauso. Der Rest wird am Tandlermarkt verkauft und das eingenommene Geld spenden wir den Wiener Tierschutz.

 

 

EuKo: Welche Pläne hat die MA 48 in nächster Zeit?

 

 

Thon: Wir werden schauen, dass wir noch effizienter werden, gut sind wir ja schon! Aber natürlich muss man seine Effizienz immer wieder überdenken – und hier sind wir wieder bei der Gartenmesse, da bauen sie gute, effiziente Geräte. Wenn das gelingt, können wir beispielsweise unsere 900 Grünflächen und Parks optimal betreuen.

 

 

EuKo: Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben!

 

 

 

 

 

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